Die Reaktionshaltungen

Die meisten Inneren Personen haben seit ihrem Hiersein in der Welt schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Sie wurden von ihren Eltern nicht geliebt und angenommen, wie sie sind, oder sie haben keine tiefe Antwort erhalten auf ihre Fragen und Aussagen. Um ihren Schmerz darüber zu verringern, haben sie eine chronische Schutzhaltung zu den Menschen eingenommen. Auch wenn diese längst nicht mehr physisch anwesend sind, sind sie wie erstarrt in ihren Reaktionshaltungen.

So kann eine Innere Person zum Beispiel sehr freundlich und zugewandt erscheinen, doch seltsamerweise verliert sich jeder Gesprächsfaden nach einer Weile. Sie greift dann immer wieder ein neues Thema auf, das sie jetzt besprechen möchte. In ihrer Reaktionshaltung sorgt sie also dafür, dass sich kein Thema vertieft und der Kontakt zum Gegenüber oberflächlich bleibt.

Oder eine Innere Person produziert „Nebel“. Sie ist verwirrt, unkonzentriert, ungreifbar und sie hat immer wieder vergessen, was in der letzten Sitzung passiert ist. Ihre Reaktionsschicht sorgt dafür, dass sie sich nicht tiefer zeigen und keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen muss.

Unter der einen Reaktionshaltung wird die nächste Reaktionshaltung sichtbar. Werden alle Reaktionshaltungen durchdrungen, findet die Inneren Person wieder zu ihrer ursprünglichen Kraftquelle und zu ihrer Lebenslust.

 

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rote Wüste
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