Weggedrängte Innere Personen

Innere Personen können von anderen, mächtigeren Inneren Personen aus dem aktiven Leben weggedrängt werden. Sie können es dann nicht nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestalten. Diese Inneren Personen sind Opfer. Das ist sehr schmerzhaft für sie und reduziert die persönliche Vielfalt.

So kann es z.B. sein, dass eine Innere Person spontan, lebenslustig und frech wäre. Aber sie kann sich nicht durchsetzen, stattdessen ist dieser Mensch still und kontrolliert. Die Innere Person, die sich zurückhalten will, ist offensichtlich mächtiger als die andere, denn diese setzt sich im Verhalten durch.

Oder eine Innere Person möchte weniger hart arbeiten und das Leben mehr genießen. Trotzdem sitzt sie Abend für Abend am Schreibtisch und arbeitet. Es muss also noch eine andere, mächtigere Innere Person geben, die arbeiten will – sonst würde das im Leben dieses Menschen nicht geschehen.

Für jedes Verhalten des Menschen gibt es also mindestens eine Innere Person, die es genau so will.

Erlebt sich der Mensch durch eine schwache Innere Person, fühlt er sich als Opfer. Er möchte sein Leben anders leben, er kann sich aber gegen andere, stärkere innere Kräfte nicht durchsetzen.


 

Bild
Bild